Erfahrungsbericht von Tim D. – er hat sechs Wochen in Ecuador am Umweltschutz teilgenommen.
„Ich bin mit hohen Erwartungen nach Ecuador gereist mit, da ich zuvor schon zwei Projekte mit Praktikawelten in Argentinien und Peru gemacht hatte. Es war nicht leicht, die zwei Länder, in denen ich so reiche Erfahrungen gemacht und viele neue Leute aus aller Welt kennen gelernt habe, hinter mir zulassen. Trotzdem wusste ich, dass auch Ecuador viel Tolles zu bieten haben würde.
Schon als ich im Projekt ankam, war mir klar, dass ich dort eine super Zeit verbringen würde. In dem Komplex mitten im Regenwald gab es ein Waschhaus, ein Forscherhaus, ein Betreuerhaus, ein Volunteerhaus und noch viel mehr. Von früh bis spät war ich aktiv im Regenwald, habe die verschiedensten Tiere und Pflanzen zu Gesicht bekommen, habe viel Spanisch mit den Freiwilligen gesprochen, Kaffee & Kakao gemahlen, die umliegenden Dörfer besucht und Fußball gespielt. Da sich das Projekt tief drinnen im Regenwald befindet, kann man nicht einfach so mal raus und wieder rein, denn allein das würde zwei Tage dauern. Daher habe ich in meiner Freizeit viel gelesen, viel Sport getrieben, exotische Früchte gegessen und bin an den Abenden mit den anderen Freiwilligen zur nahe gelegenen Bar gegangen.
Fast jeder Tag war mit unterschiedlichen Aktivitäten gefüllt. Montags und donnerstags haben wir geholfen, den Komplex auf Vordermann zu bringen, z.B. durch Erneuerungen der Wege. Dienstags und freitags hat jeder einzelne an einem individuellen Projekt arbeitete. Ich interessiere mich sehr für Orchideen, und da es in Ecuador über 3000 Arten gibt, war dies das Paradies für mich. Ich suchte also neue Pflanzen im Regenwald, identifizierte sie, hängte sie dann an die Bäume im Orchideengarten, goss sie usw.
Andere Projekte waren zum Beispiel Tiere untersuchen oder den Forschern helfen, Samenfallen aufzustellen.
Mittwochs und samstags hieß es dann immer durch den Regenwald wandern. Dies war super lehrreich, da die Mitarbeiter so ziemlich jeden Quadratmeter des Regenwalds kennen und daher sehr interessante Dinge über sowohl die Tiere als auch die Pflanzen wissen.
Die Sonntage waren dann einfach zum Verschnaufen und zum Wäschewaschen gedacht.
Täglich habe ich super Erfahrungen gemacht, die mir in meinem Leben weiterhelfen werden. Die ecuadorianischen Betreuer waren allesamt super nett und lustig. Ich hielt mich abends eigentlich nur mit ihnen auf, da ich erstens mein Spanisch noch ein bisschen verbessern wollte und zweitens, weil es einfach toll war, sich auf diese Weise in eine fremde Kultur zu integrieren. Ein großes Lob an die Leute die dort Arbeiten: von der Köchin bis zum Chef sind es allesamt unvergessliche Menschen.
Der schönste Moment in dem Projekt war definitiv als wir an einem der Wandertage einen Fluß hochgewandert sind. Wir hatten nichts an außer Badehosen und einem kleinen Rucksack indem sich unser Mittagessen in einem Plastikbecher befand und so schwammen wir dann durch die Flüsse, bestiegen Wasserfälle mit Seilen und hatten eine Mordsgaudi.
Für mich persönlich war es eine super Erfahrung und ich fühle mich nun bereit für die Universität und alles was mir bevorsteht. Die Anzahl an Menschen die ich kennen gelernt habe, Dinge die ich gesehen habe und Erfahrungen die ich gemacht habe, sind mit nichts auf der Welt aufzuwiegen.
Mein Tipp: Traut euch! Macht euch nicht zu viele Sorgen über mögliche Überfälle etc. denn Südamerika ist weitaus sicherer als man denkt.“
Wir freuen uns auch auf deinen Bericht! Einfach per Email an info@gap-year-ausland.de senden!
